Kinder- und Jugendtheater fordern Solidarität ein

Eine bessere Ausstattung des Theaters für junges Publikum hat der „Arbeitskreis für Kinder- und Jugendtheater Baden-Württemberg“ bei den Theatertagen des Bundeslandes gefordert, die am Wochenende in Ulm zu Ende gingen.

Die vom Deutschen Bühnenverein und der GDBA vereinbarte Anhebung der Vorstellungsgage für Gäste auf mindestens 200 Euro sei – genauso wie eine Anhebung der Mindestgage bei Festanstellung – zu begrüßen, führe aber zu Problemen in finanziell unzureichend ausgestatteten Häusern und Ensembles des jungen Theaters.

Hier seien Bund, Länder und Kommunen gefordert, betonte AK-Sprecherin Natascha Kalmbach (Junges Theater Heidelberg) im Podiumsgespräch mit Marc Grandmontagne, Geschäftsführer beim Deutschen Bühnenverein, wie auch in vielen Theatern ein Nachholbedarf gegenüber dem Abendspielplan bestehe.

Weitere Themen beim jährlichen Arbeitstreffen des AK waren – neben den Aufführungen aus zwölf Häusern – das junge Theater als Ort gesellschaftlicher Debatten (nicht nur am Beispiel von Produktionen wie „Ein Känguru wie Du“ von Ulrich Hub aus Baden-Baden, sondern auch im Potenzial der Theater-Häuser als Begegnungsort jenseits der einzelnen Vorstellungen) sowie der Umgang mit Populismus. Lebhaft diskutiert wurden außerdem auch Strukturen, Hierarchien und Arbeitsbedingungen am Theater allgemein.

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