Projektförderung für Kinder- und Jugendtheater in Baden-Württemberg durch Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst

Das baden-württembergische Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst unterstützt neun Kinder- und Jugendtheater im Land mit Projektförderungen in Höhe von insgesamt 160.000 Euro. Insgesamt wurden zehn Projekte ausgewählt, die spartenübergreifend angelegt sind und innovative Ansätze verfolgen, partizipative Formate weiterentwickeln oder internationale Kooperationen stärken. In der Pressemitteilung wird Kunststaatssekretärin Petra Olschowski zitiert: „Mit der Förderung spannender Projekte unserer Kinder- und Jugendtheater stärken wir die kulturelle Bildung in Baden-Württemberg. Denn bei einem Theaterbesuch können Kinder und Jugendliche erste wichtige ästhetische Erfahrungen sammeln. Künstlerische Ausdrucksformen werden hier erprobt. Gleichzeitig wird Raum geschaffen, damit die jungen Theaterbesucher kreatives Potential entfalten und soziale Kompetenzen gewinnen können.“

Die Projekte im Einzelnen:

Junges LTT Tübingen – Großes Durcheinander (AT) (10.900 Euro)

Württembergische Landesbühne Esslingen – Heimspiel (4.500 Euro)

Württembergische Landesbühne Esslingen – Der Miesepups (15.000 Euro)

BAAL novo Offenburg – Grenzüberschreitungen/Paradies (25.000 Euro)

Junges Ensemble Stuttgart – R.E.S.P.E.C.T. (20.000 Euro)

Cargo Theater Freiburg – ADIO (18.000 Euro)

Theater Konstanz – Das Kind der Seehundfrau (20.000 Euro)

Junges Nationaltheater Mannheim – Tür zu (AT) – Theater mit Wasser für alle, die trocken sind (15.000 Euro)

JUNGES FORUM / Theater Ulm – Mädchen wie die (7.000 Euro)

Junges Theater Heidelberg – Das kalte Herz (24.600 Euro)

Hintergrund

Mit der Projektförderung für Kinder- und Jugendtheater unterstützt das Kunstmi-nisterium nicht den laufenden Spielbetrieb eines Theaters, sondern fördert herausragende Projekte, wie:

Projekte und Inszenierungen, die die Entwicklung des Kinder- und Jugend-theaters im Hinblick auf spartenübergreifendes Arbeiten und neue Formate voranbringen.

Projekte, die zur Weiterentwicklung der partizipativen Arbeit an den Theatern beitragen. Ziel ist die Entwicklung innovativer partizipativer Formate, die für eine Aufführung im Repertoirebetrieb geeignet sind.

Internationale Kooperationsprojekte, das heißt zum Beispiel Koproduktionen, Austausch von künstlerischem Personal oder Austauschgastspiele.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare
  1. Hallo! Ich schreibe eine Arbeit über gegenswärtige Theater für Kinder in Deutschland und ich habe eine Frage:
    Nach welchen Grunden bewerben sie die angemeldete Stücke? Nach dem Text oder ganze Inszenierung?
    Vielen Dank für Ihre Antwort! 🙂
    Herzlichen Grüssen,
    Alice Bílá

    1. Liebe Alice,
      danke für deine Frage. Ich glaube, ich verstehe nicht so ganz genau, was du wissen möchtest. Kannst du deine Frage nochmal umformulieren oder vielleicht auf englisch schreiben?

      Es ist sicher ein sehr langwieriger und komplizierter Prozess, die Projekte für die Förderung auszusuchen. Wie genau das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst die Bewerbungen aussucht, weiß ich aber nicht.
      Die Begründung für die Auswahl wird ja im Artikel kurz genannt: „Insgesamt wurden zehn Projekte ausgewählt, die spartenübergreifend angelegt sind und innovative Ansätze verfolgen, partizipative Formate weiterentwickeln oder internationale Kooperationen stärken.“
      Die Förderungen sind alle projektbezogen, also bewerben sich die Theater mit Projektideen (nicht mit Projekten, die schon realisiert wurden). Das heißt, es gibt noch keine Inszenierungen, nach denen die Jury entscheiden könnte, sondern nur eine Beschreibung über das Projekt – was das Theater für Ideen hat, wie sie die Umsetzung planen, welche Themen sie behandeln wollen etc. (Ob das am Ende alles genau so klappt und so wie beschrieben auch umgesetzt wird, ist nicht immer sicher).

      Viele Grüße von
      Nora Auth

      JES – Junges Ensemble Stuttgart
      nora.auth@jes-stuttgart.de

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